Dirigent mit Sinn für Mehrheitsbeschlüsse: Mihkel Kütson. Foto: privat
Dirigent mit Sinn für Mehrheitsbeschlüsse: Mihkel Kütson. Foto: privat

Brahms erweist sich als mehrheitsfähig

In relativer Demokratie durften die Musikfreunde am Niederrhein darüber abstimmen, welches Orchesterwerk sie im September im Abo-Konzert hören wollen.

Einen guten Monat lang konnte das Publikum der Niederrheinischen Sinfoniker per Onlineabstimmung, per E-Mail, per Abstimmungszettel im Konzert oder per Post wählen, welches der folgenden vier Werke als Abschluss des ersten Sinfoniekonzerts der neuen Saison 2016/17 erklingen soll: die Sinfonie Nr. 2 von Johannes Brahms, die Tondichtung „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss, eine Orchestersuite aus „Romeo und Julia“ von Sergej Prokofjew oder die Sinfonie „Mathis der Maler“ von Paul Hindemith.

Nun ist die Entscheidung gefallen: Die Sinfonie Nr. 2 von Johannes Brahms ist der Favorit des Publikums! Dieses Werk erhielt 32,3 % der Stimmen. Zu Beginn der Abstimmung lag hingegen Strauss‘ „Zarathustra“ vorne. Doch schon nach 10 Tagen holte Brahms‘ Sinfonie deutlich auf und es entstand ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Werken. Erst gegen der Abstimmung konnte Brahms seinen Vorsprung deutlicher ausbauen. Letztlich erreichte „Also sprach Zarathustra“ von Strauss 26,6% der Stimmen, eng gefolgt von Prokofjews Orchestersuite mit 23,8%. Hindemiths Sinfonie erlangte 17,3% der Stimmen.

Die Favoritenwahl wurde von den Konzertfreunden sehr gut angenommen. „Das ist eine tolle Idee!“ und „vielen Dank der Nachfrage“ war immer wieder zu hören und zu lesen. Zu hören sein, wird der Publikumsfavorit am Dienstag, 6. und Freitag, 9. September im Krefelder Seidenweberhaus, am Mittwoch, 7. September im Konzertsaal des Theaters Mönchengladbach und am Donnerstag, 8. September in der Kaiser-Friedrich-Halle in Mönchengladbach.

Die weiteren Werke des Konzertabends, der jeweils um 20 Uhr beginnt, sind zwei Concerti grossi von Francesco Geminiani, die dieser nach dem op. 3 von Arcangelo Corelli komponierte, und das Violinkonzert „The red violin“ von John Corigliano. Solistin des Abends ist die gebürtige Finnin Elina Vähälä. Und bestimmt werden an diesem Konzertabend auch alle die Musikfreunde Vergnügen haben, deren Favorit die Abstimmung nicht gewonnen hat.

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