Mirga Gražinytė-Tyla. Bild: Ben Ealovega
Mirga Gražinytė-Tyla. Bild: Ben Ealovega

BR-Symphonieorchester nach Mariss Jansons

Nach dem Tod von Mariss Jansons gastieren viele Spitzendirigenten beim BR-Symphonieorchester, u. a. Mirga Gražinytė-Tyla.

Inmitten der Corona-bedingten Zwangspause blickt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (BRSO) voller Hoffnung und Vorfreude auf eine neue Spielzeit reich an Höhepunkten, die allein in München 55 Konzertabende umfassen wird. Zusätzlich zu den Abonnement-Konzerten finden ab September 2020 Sonder-, Benefiz- und Familienkonzerte statt sowie die Final- und Abschlusskonzerte des ARD-Musikwettbewerbs und das beliebte Open Air "Klassik am Odeonsplatz". Dazu kommen die Konzerte im Rahmen der musica viva, kammermusikalische Konzerte mit Solistinnen und Solisten des Orchesters und die Auftritte des Kammerorchesters. Abonnements können ab sofort gebucht werden.

Dafür, dass die Dirigenten auch in der kommenden Saison wieder ein Höchstmaß an künstlerischem Niveau, stilistischer Vielfalt und Renommee aufweisen, stehen bereits jene Persönlichkeiten, mit denen das Orchester schon bisher intensiv zusammengearbeitet hat: Herbert Blomstedt, Gustavo Dudamel, Peter Eötvös, Sir John Eliot Gardiner, Daniel Harding, Jakub Hrůša, Zubin Mehta, Andris Nelsons, Yannick Nézet-Séguin, Sir Simon Rattle, Esa-Pekka Salonen, Robin Ticciati und Franz Welser-Möst.

Mit Mirga Gražinytė-Tyla, Oksana Lyniv, Andrew Manze, Riccardo Minasi, Tugan Sokhiev und Christian Thielemann freut sich das BRSO aber auch auf die erstmalige Zusammenarbeit mit weiteren bedeutenden Dirigentinnen und Dirigenten unserer Zeit.

Schwerpunkte Bruckner und Mahler

Innerhalb eines Repertoire-Spektrums von Joseph Haydn bis John Adams, Peter Eötvös und Sofia Gubaidulina bilden Symphonien von Anton Bruckner (Nr. 5, 6, 7 & 9) und Gustav Mahler (Nr. 1, 3 & 9) einen Schwerpunkt. Mit Giuseppe Verdis "Don Carlos" unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner führt das Orchester eine u.a. auf Bernard Haitink, Leonard Bernstein und Mariss Jansons zurückgehende Tradition fort, seinem Abonnementpublikum in regelmäßigen Abständen Opern in konzertanten Interpretationen zu präsentieren.

Artist in Residence: Igor Levit

Als Artist in Residence in der Konzertsaison 2020/21 konnte Igor Levit gewonnen werden, den seit einigen Jahren eine enge Zusammenarbeit ebenso wie eine künstlerische und persönliche Freundschaft mit dem Orchester verbindet. Der Pianist wird im Rahmen seiner Residenz unter anderem das imposante Klavierkonzert von Ferruccio Busoni spielen sowie an mehreren Veranstaltungen im Rahmen von BRSO-Education mitwirken.

Ein Wiedersehen gibt es mit dem Pianisten Yefim Bronfman, mit Bariton Christian Gerhaher und dem Geiger Gil Shaham, drei ehemaligen Residenzkünstlern des Orchesters. Zu den weiteren Solistinnen und Solisten in der kommenden Saison gehören Lisa Batiashvili, Christine Goerke, Håkan Hardenberger, Simon Keenlyside, Daniel Müller-Schott, Gerhild Romberger, Baiba Skride und Daniil Trifonov.

Europaweite Gastspiele und Asientournee

Im Rahmen von Konzertreisen wird das BRSO innerhalb Deutschlands in Regensburg, Berlin, Hamburg, Dresden, Leipzig und Bad Kissingen zu erleben sein. In Europa stehen Gastspiele in Wien, Prag, London und Paris auf dem Programm sowie eine Asientournee mit Stationen in Japan und Taiwan.

Mit den weitestgehend kostenlosen rund 50 Projekten von BRSO-Education in Musikvermittlung und Begabtenförderung werden in der kommenden Saison etwa 14.000 Kinder und Familien, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Studierende und junge Musiker und Musikerinnen in München und Bayern angesprochen. Das gelingt durch partizipative Formate wie "Echtzeit", die "Response-Werkstatt", die "Schreibwerkstatt" und die "Fragezeichen?"- Workshops, aber auch durch Besuche von Orchestermitgliedern in Bayerns Schulen mit teils szenischen Kinderkonzerten dort. Das vollständige BRSO Education-Programm wird zu Schuljahresbeginn im September 2020 veröffentlicht.

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