Haupteingang ins Foyer der Berliner Philharmonie. Bild: Schindler
Haupteingang ins Foyer der Berliner Philharmonie. Bild: Schindler

Berliner Europakonzert

Die Berliner Philharmoniker spielen im Scharoun-Foyer statt in der Gaudí-Kathedrale.

Seit 1991 feiern die Berliner Philharmoniker ihren Geburtstag am 1. Mai mit dem Europakonzert an einem besonderen historischen Ort. In diesem Jahr sollte das Fernsehkonzert unter der Leitung von Chefdirigent Kirill Petrenko in der Sagrada Família in Barcelona stattfinden. Aufgrund der andauernden pandemischen Situation mussten dieses Konzert und die daran anschließende Spanien-Tournee leider abgesagt werden.

Stattdessen wird das Europakonzert nun aus dem Foyer der Philharmonie Berlin übertragen. Während der Konzertsaal selbst weltberühmt ist, ist dieser ebenfalls überaus reizvolle Bereich der Philharmonie im Wesentlichen dem Publikum vor Ort bekannt. Hans Scharoun hat das Foyer mit asymmetrischen Flächen und Galerien angelegt, die Treppen bieten dem Publikum auf dem Weg zum Konzert immer wieder neue Ein- und Ausblicke. Das Programm des Europakonzerts reflektiert diese besondere Bauweise und spielt mit Nähe und Ferne, mit Werken nicht nur für großes Orchester, sondern auch für vielfältige und teils räumlich separierte Gruppen.

Kirill Petrenko: »Nachdem feststand, dass das diesjährige Europakonzert hier in Berlin im Foyer der Philharmonie stattfinden wird, war mir sofort klar, dass wir das Programm diesem besonderen Ort anpassen müssen. Die Fanfare zur Eröffnung der Philharmonie von Boris Blacher spricht dabei für sich selbst. Dazu gibt es Werke, die auf ganz unterschiedliche Weise mit räumlicher Distanz musikalischen Dialog herstellen: von Mozarts Notturno für vier Orchester über Charles Ives’ berühmte Unanswered Question bis zu Krzysztof Pendereckis frühem Meisterwerk Emanationen, das hier noch nie gespielt wurde. Als Reminiszenz an unseren saisonübergreifenden russischen Schwerpunkt spielen wir außerdem die Orchestersuite Nr. 3 von Peter Tschaikowski, die nach meiner Überzeugung viel zu selten zu hören ist.«

»Wir wollen in diesem Europakonzert einmal eine andere Seite unserer wunderbaren philharmonischen Heimat zeigen. Das Programm wird unterschiedlichste visuelle Perspektiven bieten, und auch durch die Aufteilung in mehrere Gruppen, wird man unser Orchester neu erleben können. Für unsere Partner von EuroArts und vom Rundfunk Berlin-Brandenburg sowie unsere Digital Concert Hall werden so spektakuläre Bilder entstehen«, sagt Stanley Dodds, der als Medienvorstand im Orchester für das Europakonzert zuständig ist.

Das Europakonzert wird am 1. Mai 2021 um 11 Uhr vom Rundfunk Berlin-Brandenburg live im Ersten und auf rbbKultur übertragen sowie von EuroArts in über 80 Ländern und weltweit in der Digital Concert Hall.

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