Berlin Marzahn Arena Gaerten der Welt. Bild: droneyourlife
Berlin Marzahn Arena Gaerten der Welt. Bild: droneyourlife

Symphonik in den Gärten der Welt

Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin weicht vor Corona ins Freie aus.

Mit Werken von Beethoven und Richard Strauss' „Metamorphosen" eröffnet das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) seine Saison 2020/2021 am 29. August 2020 um 19.30 Uhr in den Gärten der Welt. Das Open-Air-Konzert mit dem Titel „Beethoven in den Gärten" unter der Leitung von Chefdirigent Vladimir Jurowski stellt zugleich den Beginn für den Spielbetrieb dar, der die Begegnung des Orchesters mit Publikum am Aufführungsort ermöglicht.

Clara Marrero, Orchesterdirektorin des RSB, freut sich: „Die Begegnung mit dem Publikum liegt unseren Musiker*innen sehr am Herzen. Deswegen freuen wir uns besonders, endlich wieder auf unsere Konzertbesucher*innen zu treffen – und das an einem Ort, der für kulturelle Vielfalt steht und somit unsere bunten und facettenreichen Programme widerspiegelt. Das Open-Air-Konzert in den wundervollen Gärten der Welt ist der Startschuss für eine außergewöhnlichen Konzertsaison, auf die wir zuversichtlich und voller Vorfreude blicken."

Bereits Mitte Juli hat das RSB seinen alternativen Spielplan für September und Oktober 2020 veröffentlicht. Alle lange im Voraus eingeladenen Solisten und Gastdirigenten werden, wie geplant, mit dem RSB zusammen konzertieren. Der Austausch einzelner Werke war erforderlich, jedoch wurde besonders auf die Wahrung einer stimmigen Kontinuität der einzelnen Programme Wert gelegt.

Die Gärten der Welt in Marzahn-Hellersdorf bieten in elf Themengärten, neun internationalen Gartenkabinetten und mit vielen Zusatzangeboten einen „grünen Blick" auf verschiedene Kulturen, ihre Geschichte, Tradition und Kunst. In der kreisförmigen Arena, die sich in die idyllische Parklandschaft einfügt und 2017 im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung Berlin eröffnet wurde, wird das RSB vor etwa 800 Konzertbesuchern spielen. Das Konzert ist bereits ausverkauft.

Die „Metamorphosen" für 23 Solostreicher sind das letzte Orchesterwerk von Richard Strauss. Sie entstanden 1945 kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs und verleihen der Fassungslosigkeit des Komponisten Ausdruck: Voller Wehmut zitiert er, an die zerstörte Kultur der Zivilgesellschaft gemahnend, Beethovens Trauermarsch aus der „Eroica".

In der zweiten Konzerthälfte wird das RSB Werke des diesjährigen Jubilars Ludwig van Beethoven interpretieren. Erez Ofer, 1. Konzertmeister des RSB, wird in der Romanze für Violine und Orchester Nr. 2 F-Dur op. 50 und Nr. 1 G-Dur op. 40 solistisch hervortreten. Im Anschluss erklingt Beethovens Erste Sinfonie C-Dur op. 21, die bereits Grundzüge seiner unverwechselbaren Handschrift trägt.

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