Benjamin Appl. Foto: Lars Borges/Sony Classical
Benjamin Appl. Foto: Lars Borges/Sony Classical

Benjamin Appl singt für Gundula Janowitz

Die achte Preisträgerin der Hugo-Wolf-Medaille steht fest: Gundula Janowitz.

Gundula Janowitz ist eine Künstlerin, die ihre mehr als 30 Jahre dauernde Konzert- und Opernkarriere unter die Leitsterne W. A. Mozart, Richard Wagner und Richard Strauss stellte – sich aber parallel für die Gattung Lied stark machte. Den Rahmen für die Preisverleihung setzt einmal mehr eine Konzertmatinee in der Stuttgarter Oper. Drei Musiker erweisen der Preisträgerin ihre musikalische Reverenz: Juliane Banse (Sopran) und Benjamin Appl (Bariton) sowie der Träger der Hugo-Wolf-Medaille 2017, Wolfram Rieger, am Klavier. Die Laudatio hält der Musikpublizist Wilhelm Sinkovicz.

Das Konzert findet statt am Sonntag, 6. Oktober 2019 um 11:00 Uhr im Staatstheater Stuttgart. Gundula Janowitz (* 2. August 1937 in Berlin) erhielt ihre Ausbildung als lyrisch-dramatischer Sopran am Konservatorium in Graz. Schon mit 23 Jahren wurde sie von Herbert von Karajan an die Wiener Staatsoper engagiert und blieb dort bis zu ihrem Abschied 1987 im Ensemble. Daneben glänzte sie mehr als 30 Jahre lang auf den bedeutendsten Bühnen der Welt, unter anderem an der Met, der Scala, der Pariser Oper, der Deutschen Oper Berlin und in Bayreuth.

Die Internationale Hugo-Wolf-Akademie für Gesang, Dichtung und Liedkunst (IHWA) ist weltweit eine der ältesten und traditionsreichsten Institutionen zur Förderung und Erhaltung einer einzigartigen Kunstform – des Kunstlieds. Ihre Anfänge reichen bis zu den Lebzeiten ihres Namenspatrons im ausgehenden 19. Jahrhundert zurück. An diese Tradition der Pflege des Wolf'schen Œuvres knüpft die IHWA bis heute an und ist stets auf der Suche nach zeitgemäßen Formen der Liedpräsentation. Neben dem biennal stattfindenden Internationalen Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart gehört seit 2008 die Verleihung der Hugo-Wolf-Medaille zu den Höhepunkten in der Arbeit der IHWA. Bisherige Medaillenträger sind: Dietrich Fischer-Dieskau (2008), Christa Ludwig (2010), Peter Schreier (2011), Brigitte Fasbaender (2013), Graham Johnson (2014), Elly Ameling (2015), Thomas Hampson & Wolfram Rieger (2017) und nun Gundula Janowitz.


Zur Übersicht