Im August dirigierte Kirill Petrenko Beethovens Neunte mit den Berliner Philharmonikern am Brandenburger Tor. Foto: Monika Rittershaus
Im August dirigierte Kirill Petrenko Beethovens Neunte mit den Berliner Philharmonikern am Brandenburger Tor. Foto: Monika Rittershaus

Beethovens happy new year

Wie startet man am besten ins Beethovenjahr? Klar: mit Beethoven. Auf 3sat einen ganzen Tag und eine Nacht lang.

Anlässlich von Beethovens 250. Geburtstags Ende des kommenden Jahres widmet sich 3sat am Mittwoch, 1. Januar 2020, ab 6.05 Uhr 24 Stunden lang dem großen deutschen Komponisten Ludwig van Beethoven. Zu erleben sind am 3sat-Thementag „TATATATAAA – 250 Jahre Beethoven" Sinfonien, Konzerte, Beethovens einzige Oper „Fidelio", Filme und Dokumentationen zu Leben und Werk des musikalischen Genies, darunter um 20.15 Uhr die neue Dokumentation „'Diesen Kuss der ganzen Welt' – Beethoven heute" über die Bedeutung des Komponisten in unserer Zeit. 

Zu Beginn des Thementages um 6.05 Uhr interpretiert die deutsche Psychobilly-Band Mad Sin in „Rock the Classic" Beethovens 9. Sinfonie auf ihre ganz eigene Art. Seine ersten fünf Klavierkonzerte spielt Beethoven-Spezialist Rudolf Buchbinder ab 7.55 Uhr in der Reihe „Ludwig van Beethoven – Die Klavierkonzerte". Im Anschluss, ab 11.05 Uhr, folgt mit "Mythos Beethoven" die 6-teilige Dokumentationsreihe über das stürmische Leben Ludwig van Beethovens und seine Geheimnisse. Um 12.05 Uhr ist eine Aufzeichnung der Messe „Missa solemnis" aus der Berliner Philharmonie 1985 unter der Leitung von Herbert Karajan zu sehen.

Ab 14.25 Uhr zeigt 3sat fünf von Beethovens neun Sinfonien: Andrés Orozco-Estrada dirigiert die erste (14.20 Uhr) und die siebte (16.15 Uhr), Herbert von Karajan die dritte (14.50 Uhr) und die fünfte Sinfonie (15.40 Uhr). Um 22.55 Uhr bietet 3sat mit „Berliner Philharmoniker Open Air: Beethovens 9. Sinfonie" ein ganz besonderes Highlight: Zum Antritt ihres neuen Chefdirigenten Kirill Petrenko im August spielten die Berliner Philharmoniker live und bei freiem Eintritt am Brandenburger Tor Beethovens Neunte. Um 18.00 Uhr gibt Startenor Jonas Kaufmann bei den Salzburger Festspielen 2015 den „Fidelio". Regisseur Claus Guth inszenierte die Befreiungsoper zum Thema Machtmissbrauch und Freiheitsdrang mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Franz Welser-Möst.

Welche Bedeutung hat das Musikgenie heute für die Menschen? Mit dieser Frage beschäftigt sich um 20.15 Uhr die Dokumentation „'Diesen Kuss der ganzen Welt' – Beethoven heute" (Erstausstrahlung). Das Film-Team trifft biertrinkende Beethoven-Fans in Australien, eine singende Menschenmasse in Japan, einen virtuosen Jung-Pianisten in Indien, eine tanzende Verehrerin in Namibia und einen begeisterten Kinderchor in Kolumbien. Aber was genau passiert, wenn Beethovens Werke erklingen? Was machen Menschen in unterschiedlichen Kulturen heute aus dem Titan der Klassik: "Lebt" Beethoven – oder bleibt er als Gigant und ewige Legende auf dem wohletablierten Sockel der Verehrung?

Im Anschluss, um 21.15 Uhr, folgt mit „Klang der Stille" (USA 2006) die Verfilmung von Beethovens Leben, mit Ed Harris in der Rolle des alternden Maestro. Als Beethoven im Alter von 56 Jahren in Wien stirbt, offenbart sein Testament, dass er bereits mit 31 Jahren praktisch taub war – noch bevor er die meisten seiner bahnbrechenden Werke komponiert und Musikgeschichte geschrieben hat. Die Dokumentation „Die Akte Beethoven" ergründet um 00.05 Uhr die Zusammenhänge zwischen Krankheit und Werk des Musikgenies. In aufwendig inszenierten Spielszenen schlüpft Lars Eidinger in die Rolle des jungen Beethoven, und Pheline Roggan wird zu Beethovens "unsterblicher Geliebten".

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