Rudolf Buchbinder. Foto: Marco Borggreve
Rudolf Buchbinder. Foto: Marco Borggreve

Beethoven trotzt Corona

Die Klassik-Charts für den vergangenen Monat weisen Beethoven, u. a. mit Rudolf Buchbinder, als Bestseller aus.

Ein ganzes Jahr lang wird des 250. Geburtstags von Ludwig van Beethoven gedacht. Und trotz Corona gehen die Feierlichkeiten - zumindest, was Neu-Veröffentlichungen angeht - unvermindert weiter. Mit Matthias Kirschnereit („Beethoven: Unknown Solo Piano Works", neun) und Rudolf Buchbinder („The Diabelli Project", 17) widmen sich zwei Pianisten in den Klassik-Charts dem vielfältigen Gesamtwerk des Komponisten. Zusätzlich stehen Igor Levits „Beethoven: Complete Piano Sonatas" (zwei) und „Beethoven: Complete Symphonies" von Dirigent Andris Nelsons und den Wiener Philharmonikern (14) weiter in der Top 20

Der größte Abräumer der Hitliste ist ebenfalls ein Klavierspieler. Mit seinem Bestsellerwerk „Debussy - Rameau" hält Islands Klassikstar Víkingur Ólafsson nicht nur die Spitze fest, sondern verteidigt dank „Johann Sebastian Bach" auch die zehnte Position. Obwohl bereits mehrere Monate ins Land gegangen sind, ist das Interesse am „Neujahrskonzert 2020" ungebrochen. Andris Nelsons und die Wiener Philharmoniker klettern mit ihrem zweiten aktuellen Chartalbum zurück von vier auf drei

Wild und weltberühmt ist Wagners Walküre, die Sir Simon Rattle und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks („Wagner: Die Walküre, WWV 86B") an achter Stelle zum Besten geben. Zu den weiteren Neuzugängen gehören Flötistin Dorothee Oberlinger („Discovery Of Passion", zwölf), die Ensembles AElbgut und Wunderkammer („Johann Sebastian Bach - Johannes-Passion", 15) sowie das Opernduo Stephen Gould und Camilly Nylund („Richard Strauss: Die Frau ohne Schatten", 19)

Die Offiziellen Deutschen Klassik-Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Basis der monatlichen Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern.

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