Beethoven-Labor der Akademie

Am 6. Juni startet „Labor Beethoven 2020“ als virtuelles Festival mit einer virtuellen Ausstellung „Labor 1802-2020“.

 

Damit präsentiert die Akademie der Künste ein hinter verschlossenen Türen fertig produziertes Programm mit über 10 Uraufführungen, einer Klanginstallation (Werner Cee), einem Musiktheater (Novoflot) und einem Laborraum rund um das Thema des Experimentierens.
„Labor Beethoven 2020“ war ursprünglich für Mitte März als zeitgenössische Lesart des Beethoven-Jubiläums geplant. Das Festival sollte die musikalischen und interdisziplinären Ergebnisse der vierjährigen Zusammenarbeit von jungen Komponistinnen und Komponisten aus Basel, Tel Aviv und Thessaloniki einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Durch den Shutdown der Coronakrise konnten die Konzerte nicht vor Publikum aufgeführt werden und wurden mitgeschnitten.
Die neu entstandenen Werke können nun in ihrer musikalischen Vielfältigkeit und Experimentierfreude in einzelnen Filmen nachgehört werden. Wissenschaftlich-künstlerisches Material aus der Beethovenzeit und der Gegenwart ist im „Labor 1802-2020“ zusammengeführt mit zahlreichen Autographen, Audiodateien, Texten, Fotos und Videos. Auf digitalen Pfaden gibt es viel zu entdecken: darunter die unbekannte Experimentierwelt des Beethovenzeitgenossen Anton Reicha, Marcus Schmicklers Sicht auf Mauricio Kagels Ludwig van, Beethovens Pastorale-Sinfonie als Klangcollage von Werner Cee, die von Novoflot dekonstruierte Fidelio-Freiheitsoper oder die facettenreichen Klangexperimente der jungen Komponistengeneration aus Tel Aviv, Basel und Thessaloniki. Eingespielt wurden die Uraufführungskompositionen von Musikern zeitgenössischer Musik wie dem Ensemble Adapter, dem Kontrabassisten Uli Fussenegger, der Harfenistin Alice Belugou, der Violinistin Zoé Pouri u. v. m
Labor Beethoven 2020 – Das virtuelle Festival: www.labor-beethoven-2020.de/de
Labor 1802-2020 – Die virtuelle Ausstellung: ausstellung.labor-beethoven-2020.de (ab 6. Juni)

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