Das Neujahrskonzert, 2020 mit Andris Nelsons, bleibt Erfolgsgarant für die Wiener Philharmoniker. Bild: Terry Linke
Das Neujahrskonzert, 2020 mit Andris Nelsons, bleibt Erfolgsgarant für die Wiener Philharmoniker. Bild: Terry Linke

Beethoven in den Charts angekommen

Im Januar bleibt das Neujahrskonzert ein Verkaufsschlager, aber Beethoven holt in seinem Jubiläumsjahr auf.

Das „Neujahrskonzert" der Wiener Philharmoniker ist eines der wichtigsten Events der Musikwelt. 2020 fand es bereits zum 80. Mal statt - und führt nun im fünften Jahr in Folge die Offiziellen Deutschen Klassik-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, an. Erstmals vom Letten Andris Nelsons dirigiert, entthront der Mitschnitt eine weitere Produktion mit Österreich-Bezug, und zwar Jonas Kaufmanns „Wien". Der bayerische Startenor zieht sich an die dritte Stelle zurück.

Mit immer mehr Nachdruck macht das Beethoven-Jubiläum auf sich aufmerksam. Gleich sechs Werke innerhalb der Top 20 zollen der Komponisten-Legende ihren Respekt, und zwar „Beethoven: Complete Piano Sonatas" (Igor Levit, zwei), „Beethoven: Complete Symphonies" (Andris Nelsons & Wiener Philharmoniker, sechs), „Beethoven - Sämtliche Klaviersonaten 1-32" (Fazil Say, neu auf sieben), „Beethoven: Complete Piano Concertos" (Jan Lisiecki, zehn), „Beethoven: Die Klavierkonzerte" (Rudolf Buchbinder, neu auf 13) sowie „Beethoven: The Late Piano Sonatas" (Igor Levit, 19).

Auf Rang vier: Der britische Cellist Sheku Kanneh-Mason hat sich mit dem London Symphony Orchestra und Stardirigent Sir Simon Rattle zusammengetan und in den legendären Abbey Road Studio seine CD „Elgar" aufgenommen. Hinter ihm debütiert Pianist Dirk Maassen, der für seine Top-5-Platzierung sogar den „Ocean" überquert.

Die Offiziellen Deutschen Klassik-Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Basis der monatlichen Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern.

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