Die Montagsmusiker von München: Jonas Kaufmann und Kirill Petrenko sowie Musiker des Staatsopernorchesters. Bild: Wilfried Hösl
Die Montagsmusiker von München: Jonas Kaufmann und Kirill Petrenko sowie Musiker des Staatsopernorchesters. Bild: Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper und Corona

Auch wenn wieder erste Zuschauer live dabei waren: Die letzten Monate waren vor allem digital.

Trotz der pandemiebedingten Schließung im Frühjahr konnte die Bayerische Staatsoper seit Mitte März über 40 Veranstaltungen realisieren: Montagskonzerte, Streifzüge am Mittwoch, Feste Samstage und Freie Sonntage hießen die Formate, bei denen ab 27. Mai auch wieder vor Publikum gespielt wurde. Zum Abschluss der Saison übernahm Generalmusikdirektor Kirill Petrenko am 29. Juni die musikalische Leitung beim 13. Montagskonzert mit dem Bayerischen Staatsorchester und Tenor Jonas Kaufmann. Neben den 100 Zuschauern im Saal waren fast 36.000 Menschen live über staatsoper.tv dabei. Das Konzert steht ab Donnerstag, 2. Juli, für 30 Tage als Video-on-Demand zur Verfügung.

Auch durch das Online-Angebot der Bayerischen Staatsoper konnten mit knapp 30 Videos-on-Demand von bereits zuvor aufgezeichneten Opern- und Ballettvorstellungen 630.000 Zuschauer online erreicht werden. Das Kinder- und Jugendprogramm CAMPUS veröffentlichte ein umfangreiches Online-Programm unter anderem mit zwei Sitzkissenkonzerten sowie der Online-Uraufführung der Kinderoper Spring doch – alle Campus-Angebote sind auch über die Ferien noch abrufbar.

Über die Veranstaltungen und Live-Streams wurden über 190.000 Euro Spenden für die Freie Szene München e. V. gesammelt. Der Spendenbetrag kommt ca. 200 freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern, die besonders von der Pandemie betroffen sind, zugute. Zusätzlich hat das Bayerische Staatsorchester eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um seine Verbundenheit mit freischaffenden Musikerinnen und Musikern, die dem Orchester eng verbunden sind, zu zeigen: Durch gespendete Gagen konnten insgesamt weitere 15.180 Euro gesammelt werden, die nun an 22 Instrumentalistinnen und Instrumentalisten verteilt werden.

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