Fotos: MDR/Stephan Flad

BACHFEST LEIPZIG

Was bedeutet die Corona- Krise für ein großes Musikfestival wie das Bachfest Leipzig? Fragen an den Intendanten Michael Maul.

 

BACH – We are FAMILY!“ – unter diesem Motto wollte die weltweite Bach-Community vom 11. bis zum 21. Juni in Leipzig ein rauschendes Fest feiern. Neben den wichtigen Bach-Interpreten hatte Intendant Michael Maul diesmal auch Bach-Chöre aus aller Welt eingeladen. Und mehr als 50 Ensembles von Neuseeland bis Kanada hatten freudig zugesagt. Doch dann kam das Virus.

Herr Maul, wie ist die Stimmung bei Ihnen im Festivalbüro? Müssen Sie Däumchen drehen?
Ich würde fast sagen: Schön wär᾿s. Dann könnte ich tun, was meine Kollegen im Bach-Archiv, wo ich ja auch als Forscher arbeite, gerade im Home-Office machen: Aufsätze und Bücher schreiben. Wir haben das Bachfest schon Anfang April abgesagt, weil wir neben Bayreuth das internatio-
nalste Klassikfestival in Deutschland sind – wir hatten drei Monate vor dem Fest bereits Tickets in 42 Länder verkauft. Bach-Chöre aus über 20 Ländern wollten wissen, ob sie kommen können oder ob sie ihre Flüge und Hotels stornieren müssen. Im März war schon klar, dass viele Besucher nicht würden anreisen können, und um nicht zu viel Geld auf allen Seiten zu vernichten, hat der Oberbürgermeister Anfang April verfügt, dass wir das Bachfest absagen.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Ausgabe Juli 2020.

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