Ariane Matiakh. Foto: Marco Borggreve
Ariane Matiakh. Foto: Marco Borggreve

Ariane Matiakh wird Chefin in Halle

Ariane Matiakh wird ab der Spielzeit 2019 /2020 neue Generalmusikdirektorin der Staatskapelle Halle mit ihren 115 Orchestermitgliedern und der Oper Halle.

Mit der international renommierten Französin Ariane Matiakh engagiert das Fünfspartenhaus in Halle erstmals eine Dirigentin, die nicht nur das Konzert-, Opern- und Ballettrepertoire von der Klassik bin in die Gegenwart beherrscht, sondern auch die lange Tradition der Barockmusikpflege in der Händel-Stadt fortführen und bereichern wird. Dass ihr hierfür mit dem auf historischen Instrumenten spielenden Händelfestspielorchester innerhalb der Staatskapelle Halle ein hochengagiertes Spezialistenensemble zur Verfügung steht, wie es in dieser Form deutschlandweit einmalig ist, empfindet Ariane Matiakh als besonderes Privileg.

Stefan Rosinski, Geschäftsführer der Bühnen Halle, zur Entscheidung für Ariane Matiakh: »Mit Frau Matiakh können die Bühnen Halle eine Kandidatin für sich gewinnen, die als Empfehlung der Findungskommission sowohl die breite Zustimmung der Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle als auch die des Aufsichtsrates gefunden hat. Wir freuen uns auf die Arbeit der musikalisch inspirierenden neuen Chefdirigentin, die uns auch durch ihre Sozialkompetenz überzeugte.«

Ariane Matiakh studierte in Wien bei Leopold Hager und besuchte Meisterklassen bei Seiji Ozawa, weitere künstlerische Impulse erhielt sie u.a. von Nikolaus Harnoncourt und Adam Fischer. An der Opéra und dem Orchestre National de Montpellier wurde sie einstimmig zur ersten Assistentin ernannt, wo sie u.a. mit James Conlon, Armin Jordan, Friedemann Layer, Emmanuel Krivine und Alain Altinoglu zusammenarbeitete. 2006 wurde die internationale Musikwelt auf sie aufmerksam, als sie mit überragendem Erfolg für James Conlon einsprang und das Orchestre National de Montpellier in Schostakowitschs ›Leningrader‹ Sinfonie dirigierte. 2008 war Ariane Matiakh Finalistin beim Donatella Flick LSO Conducting Competition. Ebenfalls seit 2008 leitete sie Produktionen an Opernhäusern in Berlin, Amsterdam, Stockholm, Göteborg, Graz und Strasbourg. Regelmäßig wird sie von international renommierten Orchestern eingeladen, so u.a. von den Rundfunksinfonieorchestern Berlin und München, den Sinfonieorchestern von MDR und WDR, der Dresdner Philharmonie, der Staatskapelle Halle, dem Niederländischen und Schwedischen Rundfunkorchester, dem Orchestre National de Lille, dem Orchestre de chambre de Paris, der Israel Camerata und dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg. Dabei arbeitete sie zusammen mit Solisten wie Roberto Alagna, Gautier Capuçon, Nicholas Angelich, Ragna Schirmer, Nora Gubisch, Ewa Kupiec, Lawrence Power, Louis Lortie und Julian Steckel. Mehrere Aufnahmen, darunter Werke von Clara Schumann zusammen mit der Staatskapelle Halle und Ragna Schirmer sowie zwei Klavierkonzerte von Zara Levina mit dem Rundfunksinfonieorchester Berlin (Grammy-Nominierung 2018), zeugen von ihrem vielseitigen Schaffen. In Anerkennung ihrer Verdienste um die französische Musik und Kultur im Ausland wurde Ariane Matiakh 2014 vom französischen Kultusministerium der Ehrentitel »Chevalier de l‘Ordre des Arts et des Lettres« verliehen.

Ariane Matiakh ist eine der vielseitigsten Dirigentinnen unserer Tage. Ihr breitgefächertes Repertoire umfasst Opern, Sinfonien und Ballette und reicht vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Während ihres Studiums in Wien bei Leopold Hager besuchte sie Meisterklassen mit Seiji Ozawa und erhielt zusätzliche künstlerische Impulse von Nikolaus Harnoncourt und Adam Fischer als Mitglied des Arnold Schoenberg Chors.

Von 2005 bis 2009 war sie erste Assistentin an der Opéra und dem Orchestre National de Montpellier und arbeitete in dieser Zeit u.a. mit James Conlon, Armin Jordan, Friedemann Layer, Emmanuel Krivine und Alain Altinoglu. Ihr internationaler Durchbruch kam 2006, nachdem sie kurzfristig für James Conlon in Schostakowitschs ›Leningrader‹ Symphonie mit dem Orchestre National de Montpellier einsprang. 2008 war sie Finalistin beim LSO Donatella Flick Competition, 2009 wurde sie als „Discovery of the Year“ für den angesehenenen Musikpreis „Révélation des Victoires de la mu-sique“ nominiert. Bislang ist Ariane Matiakh an den Opernhäusern von Berlin (Komische Oper), Amsterdam (De Nationale Ballet), Stockholm (Königliche Oper), Göteborg, Nizza, Halle, Tours, Graz und Strassburg (Opéra National du Rhin) aufgetreten in Werken wie Werther, Madama Butterfly, Le Nozze di Figaro, La Bohème, Tosca, The Turn of the Screw, Die Zauberflöte, Entführung aus dem Serail, Le Sacre du Printemps, Der Nussknacker und Giselle. Im symphonischen Repertoire war sie u.a. beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Schwedischen Radiosinfonieorchester, der Dresdner Philharmonie, dem MDR Sinfonieorchester Leipzig, dem Niederländischen Radiosinfonieorchester, der Staatskapelle Halle, den Wuppertaler Philharmonikern, dem WDR-Sinfonieorchester, dem Münchner Rundfunkorchester, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, beim Orchestre du Capitole de Toulouse, dem Orchestre National des Pays de la Loire, dem Orchestre Philharmonique de Nice, dem Orchestre National de Lille, dem Orchestre de Chambre de Paris, der Camerata Israel und dem Orchestre Philharmonique de Stras-bourg zu Gast.

In Anerkennung ihrer Verdienste um das Musikleben in Frankreich und um die französi-sche Kultur im Ausland wurde Ariane Matiakh 2014 vom Französischen Kultusministerium der Ehrentitel „Chevalier de l‘Ordre des Arts et des Lettres“ verliehen.

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