ARD-Musikwettbewerb beendet

Die Preisträger des 68. Internationalen ARD-Musikwettbewerbs stehen fest.

Beim Finale im Fach Schlagzeug im Münchner Herkulessaal wurden drei Preise vergeben: Kai Strobel (27) aus Deutschland wurde mit dem ersten Preis ausgezeichnet und gewann auch den Publikumspreis. Aurélien Gignoux (22, Frankreich/Schweiz) erhielt den zweiten Preis. Weiqi Bai (23) aus China erspielte sich den dritten Preis. Insgesamt wurden beim diesjährigen Wettbewerb drei erste, sechs zweite sowie drei dritte Preise verliehen.

Oswald Beaujean und Meret Forster, die beiden künstlerischen Leiter des ARD-Musikwettbewerbs: "Natürlich freuen wir uns über die Preise und mit den Preisträgern. Vor allem aber durften wir in den letzten beiden Wochen Dutzende talentierter und tief ernsthafter junger Musikerinnen und Musiker erleben und unglaublich viel wunderbare Musik hören. Wie in jedem Jahr war das vielleicht sogar das Schönste an diesem Wettbewerb.“

Klarinette, Cello, Fagott

Im Fach Klarinette wurde der erste Preis an Joë Christophe (24) aus Frankreich vergeben, der außerdem den Sonderpreis für die beste Interpretation der Auftragskomposition von Mark Simpsons "Three pieces for clarinet“ erhielt. Die anderen beiden Finalisten, Carlos Brito Ferreira (25) aus Portugal und Han Kim (23) aus Südkorea, bekamen jeweils einen zweiten Preis. Han Kim wurde zudem mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Im Fach Violoncello errang der 21-jährige Japaner Haruma Sato den ersten Preis. Mit dem zweiten Preis wurde Friedrich Thiele (22) aus Deutschland ausgezeichnet, der sich auch den Publikumspreis und den Sonderpreis für die beste Interpretation des Auftragswerks "Like Ella“ von Martin Smolka erspielte. Über den dritten Preis durfte sich der 26-jährige Chinese Sihao He freuen.

Im Fach Fagott wurde in diesem Jahr kein erster Preis vergeben, dafür der zweite Preis zweimal: an den 22-jährigen Italiener Andrea Cellacchi und Mathis Stier (25) aus Deutschland. Andrea Cellacchi bekam zusätzlich den Preis für die beste Interpretation des Auftragswerkes "nailing clouds for bassoon solo“ von Milica Djordjević, der gebürtige Münchner Mathis Stier den Publikumspreis.
Mit dem dritten Preis wurde Theo Plath (25) aus Deutschland ausgezeichnet.

Insgesamt gab es 590 Bewerbungen aus 50 Ländern und vier Kontinenten. Davon wurden 212 Musikerinnen und Musiker nach München eingeladen.

Auch wegen der nachhaltigen Förderung der jungen Künstler, die nach dem Ende des Wettbewerbs Konzertengagements bei Festivals, Orchestern und den Konzertreihen der ARD-Hörfunkanstalten erhalten, zu CD-Aufnahmen eingeladen werden und sich beim Festival der ARD-Preisträger im darauffolgenden Jahr präsentieren können, zählt der Musikwettbewerb zu den wichtigsten Projekten der Kulturförderung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Preisträgerkonzerte

In drei Konzerten präsentieren sich alle Preisträger noch einmal einem großen Publikum: im Prinzregententheater am Mittwoch, 18. September mit dem Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Valentin Uryupin, am Donnerstag, 19. September mit dem Münchener Kammerorchester sowie am Freitag, 20. September im Herkulessaal mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das von Eun Sun Kim geleitet wird.

"Sweet Spot", das junge Magazin von BR-KLASSIK, präsentiert die Preisträgerinnen und Preisträger am Montag, 16. September um 21.05 Uhr. Am Freitag, 20. September um 19.05 Uhr, sendet BR-KLASSIK "Das Musikfeature: Rohre, Blätter, Saiten, Sticks - Der ARD-Musikwettbewerb 2019".

Die drei Preisträgerkonzerte werden von BR-KLASSIK live ab 20.05 Uhr im Radio übertragen, das Preisträgerkonzert vom 20. September wird von den ARD-Kulturwellen live oder zeitversetzt gesendet.

Alle drei Preisträgerkonzerte auch im Videolivestream: www.ard-musikwettbewerb.de und www.br-klassik.de/concert

Zur Übersicht