Keith Jarrett. Bild: Rose Anne Colavito
Keith Jarrett. Bild: Rose Anne Colavito

Alte Größe und neuer Schwung

Keith Jarrett bleibt eine Bank - auch jenseits seiner Live-Karriere, wie die Jazz-Charts zeigen.

Konzerte liegen auch über ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie in weiter Ferne. Immerhin können Musikfans die lange Wartezeit mit Mitschnitten überbrücken, von denen gleich zwei die Offiziellen Deutschen Jazz-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, aufmischen. Beide stammen von Starpianist Keith Jarrett, der seine Live-Karriere zwar beendet hat, aber mit dem wiedererstarkten „Budapest Concert“ (von sechs auf eins) sowie dem Re-Release von „Sun Bear Concerts“ (sieben) doppelt in die Tasten haut.

Das legendäre New Yorker Label Blue Note fügt seinen Vinyl-Reihen stets weitere Klassiker hinzu und ist aktuell für elf der Top 20-Positionen zuständig. Erstmals dabei sind die Neuauflagen von Tina Brooks „The Waiting Game“ (zwei), Paul Chambers „Bass On Top“ (drei), Lee Morgans „The Rajah“ (acht) und „The Sidewinder“ (zehn), Cannonball Adderleys „Somethin' Else“ (14) sowie Joe Hendersons „Page One“ (19).

Für frischen Schwung sorgt der französische Sänger Charles Pasi, der seine aktuelle CD „Zebra“ (elf) in Istanbul, Paris, Casablanca, New York und Mauritius eingespielt hat. Fernweh kommt auch bei den Vormonatsgewinnern Till Brönner & Bob James („On Vacation“) auf, die an vierter Stelle im Urlaubsmodus bleiben.

Die Offiziellen Deutschen Jazz-Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Basis der monatlichen Top 20-Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Händlern.

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