Fotos: Christoph Köstlin

ALBRECHT MAYER

Er hat sein Instrument, die Oboe, so populär gemacht wie keiner vor ihm. Nach 29 Jahren als erster Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker legt Albrecht Mayer jetzt sein erstes reines Mozart-Album vor. Mit ungewöhnlichen Arrangements – auch von Konzertarien.

 

Wie geht es einem Spitzenmusiker wie Ihnen in Zeiten von Corona?
Schlecht, natürlich. Warum soll es mir gut gehen, wenn es so vielen selbstständigen Kollegen so schlecht geht, wie sie sich das in ihrem Leben niemals vorstellen konnten? Wir hatten zwei Weltkriege und dachten uns: Das war es dann für die Menschheit, schlimmer kann es nicht mehr kommen. Aber dass ohne Cholera, ohne Pest so etwas ausgelöst wird, dass quasi die ganze Welt in eine Untergangsstimmung versetzt wird, das hätte sich wahrscheinlich niemand in den kühnsten Träumen ausmalen können.

Was macht Corona mit der Kultur?
Wir hatten schon früh Hygienekonzepte für die Konzertsäle und die Theater, und bisher wurde auch kein einziger Infektionsfall in einem Konzertsaal oder einem Theater nachgewiesen. Trotzdem sind wir auf Einzelhaft beschränkt worden, und das ist für einen selbstständigen Musiker in zweierlei Hinsicht fatal: moralisch und existenziell. Wir haben diesen Beruf gewählt, damit wir vor Publikum auftreten, wir brauchen das Publikum so sehr wie andere ein schönes Bier oder ein Schweineschnitzel. Deswegen fangen wir schon als Kinder mit diesem Beruf an. Wir können doch jetzt nicht innerhalb von drei Monaten komplett umsatteln! Es ist ein wirklich schlimmes Szenario.

Den gesamten Artikel lesen Sie in der Ausgabe FONO FORUM Mai 2021.

Zur Übersicht

FonoForum-Newsletter

Mehr frische Infos und Angebote finden Sie im FonoForum-Newsletter.

Jetzt registrieren