Aktion der DOV in Berlin, hier am Kanzleramt. Foto: Dirk Martin Heinzelmann
Aktion der DOV in Berlin, hier am Kanzleramt. Foto: Dirk Martin Heinzelmann

Aktion in Berlin für das Musikleben

Züge und Flugzeuge voll, Konzertsäle leer? Die Deutsche Orchestervereinigung hat in Berlin gefordert, den Konzertbetrieb wieder aufzunehmen.

Mit einer besonderen Lichtkunstaktion hat die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) ihrer Forderung nach einer baldigen bundesweiten Wiederaufnahme des Konzertbetriebs in Deutschland Ausdruck verliehen: Auf das Reichstagsgebäude und das Bundeskanzelamt wurde das leicht abgewandelte Nietzsche-Zitat projiziert: „Ohne LIVE Musik wäre das Leben ein Irrtum“.

„Unsere Mitglieder wollen wieder auf die Bühne, sie wollen endlich wieder Musik vor Publikum spielen“, sagt DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens. „Insbesondere für Freischaffende, zunehmend aber auch für Festangestellte wird jede weitere COVID19 Shutdown-Woche zur echten Qual. Bei den freischaffenden Musikern geht es um die wirtschaftliche Existenz, ums nackte Überleben. Sie sind angewiesen auf Konzerthonorare, deswegen sollten jedenfalls kleinere Formationen vor allem in Kirchen, kleineren Spielstätten und Open Air möglichst bald wieder auftreten können“, fordert Mertens.

„Natürlich hat der Gesundheitsschutz von Publikum und Ausführenden Priorität. Wir brauchen aber noch mehr Augenmaß“. Es könne nicht angehen, dass in Flugzeugen wieder alle Plätze besetzt werden dürften, Konzertsäle aber nur zu 30 Prozent. So sei vor allem bei Open Air-Veranstaltungen die Ansteckungsgefahr weitaus geringer als in geschlossenen Räumen. „Darauf sollten Veranstalter kurzfristig reagieren, und in den Sommermonaten entsprechende Konzerte auch kurzfristig möglich machen. Österreich macht inzwischen vor, was hier alles wieder geht“, meint Mertens abschließend.

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