Olivier Tardy. Foto: Jessica Alice Hath
Olivier Tardy. Foto: Jessica Alice Hath

Ära Gülke geht zu Ende

Olivier Tardy wird Chefdirigent der Brandenburger Symphoniker und folgt damit Peter Gülke.

Der designierte Chefdirigent der Brandenburger Symphoniker, Olivier Tardy, plant bereits die Saison 2020/21, in der er zahlreiche Dirigate übernehmen wird. Schon beim 1. Sinfoniekonzert am 11. und 12. September 2020 wird er in Brandenburg an der Havel zu erleben sein. Ab der Saison 2021/22 wird er Chefdirigent in vollem Umfang, sein Vertrag läuft zunächst bis zum Ende der Saison 2024/25.

Olivier Tardy und die Musiker der Brandenburger Symphoniker verbindet seit 2015 eine Zusammenarbeit. „Ich freue mich außerordentlich, als Nachfolger das Amt des hoch geschätzten Peter Gülke anzutreten und bedanke mich herzlich für das Vertrauen der wunderbaren Brandenburger Symphoniker, die mich zu ihrem zukünftigen Chefdirigenten gewählt haben! Das Orchester kenne ich nun seit 2015, als ich für Peter Gülke bei dessen Antrittskonzert einsprang. Weitere Gastdirigate haben unsere Zusammenarbeit intensiviert und ich blicke unserer gemeinsamen Partnerschaft in der schönen und inspirierenden Stadt Brandenburg an der Havel mit großer Vorfreude entgegen“, so Olivier Tardy.

Olivier Tardy stand am Pult zahlreicher Orchester, darunter die Stuttgarter Philharmoniker, das Münchner Rundfunkorchester, die Münchner Symphoniker, die Essener Philharmoniker, das Prague Philharmonia, das Orchestre Philharmonique de Nice und das Orchestre Lamoureux. Bei den Brandenburger Symphonikern war er in den vergangenen Jahren mehrfach zu Gast, zuletzt bei den Brandenburgischen Wassermusiken 2019 mit Werken von Berlioz, Saint-Saens und Chabrier.

Im Opernbereich leitete er verschiedene Produktionen an der Bayerischen Staatsoper, darunter die Kammeroper „Eight Songs for a Mad King“ von Maxwell Davis im Cuvillié-Theater und Projekte der Kammeroper München, außerdem dirigierte er Galakonzerte mit Roberto Alagna in Berlin, Hamburg, Dresden und in Palma de Mallorca im Rahmen des Festivals Música Mallorca.

Er arbeitete mit namhaften Solisten wie den Pianisten Ivo Pogorelich, Gerold Huber und Yulianna Avdeeva und begleitete 2015 Christian Gerhaher bei seinem Programm mit Mozart-Arien in Landshut.

Besonders engagiert sich Olivier Tardy in der Jugendarbeit: Er stand als erster Dirigent dem 2007 gegründeten Jugendorchester der Bayerischen Staatsoper vor und leitete außerdem mehrere Projekte des Bayerischen Landesjugendorchesters. 2013 und 2019 dirigierte er die Abschlusskonzerte des Deutschen Musikwettbewerbs und unterstützt regelmäßig die Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musikfestivals.

Gemeinsam mit dem Münchner Rundfunkorchester hat er mehrere CDs veröffentlicht, im Herbst 2019 erschien die erste CD mit den Münchner Symphonikern und der Bayerischen Kultband Dreiviertelblut.

Der 1973 in Clermont-Ferrand geborene Olivier Tardy studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris. Bald war er Mitglied der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker und wurde 1996 als Soloflötist an die Bayerische Staatsoper berufen; er spielte unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Seiji Ozawa, Zubin Mehta, Günter Wand, Daniel Barenboim oder Kirill Petrenko.

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