Alma Deutscher und das St. Luke's Orchestra unter Jane Glover in der Carnegie Hall. Bild: Chris Lee
Alma Deutscher und das St. Luke's Orchestra unter Jane Glover in der Carnegie Hall. Bild: Chris Lee

14-jährige Alma Deutscher schreibt neue Oper

Die Karriere des britischen Wunderkindes geht weiter - mit einer Oper für das Landestheater Salzburg.

Sie ist Pianistin, sie ist Violinistin, sie ist Komponistin. Anfang Dezember gab sie ihr Debüt in der Carnegie Hall in New York, am Silvesterabend 2019 folgte das Debüt beim Silvesterkonzert des Salzburger Landestheaters im Großen Festspielhaus Salzburg mit dem Mozarteumorchester. Beide Male wurde ihre Komposition mit Standing Ovations gefeiert. Sie komponiert seit 10 Jahren und ist doch erst 14 Jahre alt. Alma Deutscher ist in vieler Hinsicht außergewöhnlich und schätzt die Bezeichnung „Wunderkind" trotzdem nicht. „Die Melodien entstehen einfach in meinem Kopf, und wenn sie bereit sind, schreibe ich sie auf. Ich liebe es, mit Musik zu leben und begreife die Welt auch durch Musik", sagt Alma Deutscher.

Anlässlich des Silvesterkonzertes gab Intendant Carl Philip von Maldeghem bekannt, dass Alma Deutscher einen Auftrag des Salzburger Landestheaters erhalten hat, eine neue Oper zu schreiben. Nach dem Stück „The sweeper of dreams" und ihrer Oper „Cinderella" wird dies ihre dritte Komposition für den Opernbereich sein. Der Arbeitstitel des Stückes ist „Des Kaisers neue Walzer". Alma Deutscher sagt dazu: „Die Oper wird eine romantische Komödie sein,
und ich freue mich darauf, eine neue Geschichte zu entwickeln und zu vertonen." Die Premiere ist für das Jahr 2022 geplant.

Operndirektorin Katrin König freut sich über diese Perspektive: „Alma ist eine außergewöhnliche Begabung. Für uns ist es eine hochinteressante Perspektive, die Entwicklung dieser neuen Oper und der jungen Künstlerin zu begleiten und ein zeitgenössisches Opernstück für das Repertoire zu schaffen."

Das Salzburger Landestheater wird in der kommenden Spielzeit außerdem die Oper „Cinderella" von Alma Deutscher als Neuproduktion im Repertoire präsentieren und damit die erste vollständige Fassung des Stückes in Europa zeigen. Das Stück ist eine Familienoper und richtet sich an alle Generationen.

Intendant Carl Philip von Maldeghem ergänzt: „Es gehört zu den Aufgaben eines zeitgenössisch arbeitenden Opernhauses, sich an der Entwicklung neuer Werke des Musiktheaters zu beteiligen. Schon die Erstaufführung des „Sirenenklänge-Walzers" in Salzburg beim Silvesterkonzert hat gezeigt, dass Alma eine ganz eigene Klangsprache
entwickelt. Wir sind gespannt darauf, ihre neue Komposition in Salzburg zu erleben und mit ihr den Weg der kreativen Entwicklung zu gehen."

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